Owl City ist ein Projekt des amerikanischen Musikers Adam Young, der Einflüsse aus Disco, Electro und Synthiepop der 80er Jahre miteinander vereint und mit "Fireflies" hierzulande in den Charts einstieg. Am vergangenen Montag spielte die Band erstmals in Berlin.

Im ausverkauften Magnet Club präsentierte sich der sympathische und charismatische Owl City Sänger Adam Young dabei vor allem als netter Zeitgenosse, der sich höflich bei den Zuschauern für ihr Kommen bedankte und schüchtern beschrieb, wie schön er es findet, seine Musik endlich auch in Berlin vorstellen zu dürfen. Dabei schien er bei der Performance seiner verträumten, melodischen und gefühlvollen Songs selbst in eine andere Welt abzugleiten, wenn er mit geschlossenen Augen, ausgebreiteten Armen und nach oben gerichtetem Kopf seine mit einer lieblich angehauchten Stimme durchsetzten Texte von den überwiegend eingängigen und melodischen Songs wie Fireflies, Cave In oder Hello Seattle vom Album Ocean Eyes sang.

Dem sehr jungen Publikum gefiel das und beklatschte den Auftritt von Owl City euphorisch, doch auf die Dauer war das ganze Geschehen zu seicht und nett. So gab es während dem Set auf musikalischer Ebene kaum Überraschungen. Stattdessen klangen die Songs sehr ähnlich und nach dem gleichen Muster aufgebaut. Und auch der Bühnenauftritt wirkte in seinem durchgeplanten Ablauf dafür fast schon zu routiniert. Für Charterfolge ist diese Musik mit seinen einprägsamen und harmonischen Melodien aber wohl genau das Richtige. So konnten Owl City mit Fireflies in Deutschland den sechsten Platz belegen, in Großbritannien hat die Single die Topplatzierung erreicht.